Energiesparen und Energieeffizienz

Die beiden Säulen der Energiewende

Energiesparen und Energieeffizienz sind, neben dem Umstieg auf erneuerbare Energien, die zentralen Säulen der Energiewende. Je rascher es gelingt, Erfolge bei der Reduzierung des Energieverbrauchs zu erzielen, umso nachhaltiger wird der umweltgerechte und umweltschonende Umbau der bestehenden Energieinfrastruktur gelingen. Getreu der Devise "nur die nicht benötigte Energie ist wirklich umweltneutral", reduzieren Energiesparen und Energieeffizienz auch den Umfang von Baumaßnahmen zur Errichtung neuer Kraftwerke, Stromtrassen und Energiespeicher. Energiesparen und Energieeffizienz gelten als die umwelt-, wirtschafts- und sozialverträglichste Form des Klimaschutzes und der Energiewende.

Allerdings spielen diese beiden Punkte in der aktuellen Diskussion bisher nur eine untergeordnete Rolle. Der LBV hat daher zusammen mit dem Bund Naturschutz und dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit in einer Arbeitsgruppe "Klimaschutz durch Energiesparen" einen 12-Punkte-Aktionsplan (pdf) entworfen, um Möglichkeiten der Energieeinsparung für private Haushalte, Industrie und Gewerbe, sowie Staat und Kommunen aufzuzeigen (siehe Energiespartipps).

Die Energiewende - Energiewende und Ausbau erneuerbarer Energien

Der von der Bundesregierung beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie wird von uns unterstützt. Für den Ausbau der regenerativen Energien fordern wir, dass die Themen Nachhaltigkeit und Erhalt der Biodiversität eine herausragende Rolle spielen. Maßnahmen zum Klimaschutz dürfen nicht zu Lasten der Biodiversität gehen.

Die Energiewende bietet große Chancen, gerade weil sie weitgehend dezentral - unter Einbindung der Kommunen und Bürger - gestaltet werden kann. Drei wesentliche Anstrengungen sind erforderlich, bieten aber gleichzeitig Investitionen in die Heimat und damit in lokale Arbeitsplätze: Energiesparen, Energieeffizienz und der umwelt- und naturverträgliche Ausbau der Erneuerbaren Energien.

Die Energiewende erfordert neben technischen Lösungen zur Effizienzsteigerung, dass wir zu einer neuen Wertschätzung der Ressource Strom kommen - insbesondere beim Umgang mit energieintensiven Waren, Dienstleistungen und Tätigkeiten.

Tipps für Bauherren - Wie Sie beim Bauen Energie sparen können

Viele Bauherren wollen heute nicht mehr nur die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllen, sondern ein Gebäude schaffen, das auch den Anforderungen der Zukunft genügt und Folgekosten für die Zukunft vermeidet.

Der neue Leitfaden des Bayerischen Landesamtes für Umwelt "Bauen und Sanieren für die Zukunft" richtet sich an Bauherren, Planer, Handwerker und Kommunen. Er skizziert die Anforderungen, die Gebäude in der Zukunft aus Gründen des Klimaschutzes, der Behaglichkeit und der Ressourcenschonung erfüllen müssen. Er zeigt technische Lösungen auf, wie die Anforderungen möglichst systematisch und kostengünstig erreicht werden können. Darüber hinaus geht die Broschüre praxisnah auf viele Fragen angehender Bauherren ein, z.B. nach der Luftdichtheit heutiger Gebäude, der Vermeidung von Schimmel oder der Entscheidung Massiv- oder Holzbau.

Die Broschüre ist als pdf oder kostenloses Druckexemplar unter der Rubrik "Klima/Energie" hier zu beziehen oder direkt hier zu bestellen. 

Das könnte Sie auch interessieren:

Alte Handys für den Naturschutz

Alte Handys für den Naturschutz

Sie können in allen LBV-Geschäftsstellen oder der Landesgeschäftsstelle Ihr gebrauchtes Handy abgeben. Für jedes Handy erhält der LBV vor Ort 0,70 Euro für die Arbeit im Arten- und Biotopschutz.

oder 

 

LBV Donau-Ries

Raiffeisenstraße 20

86684 Holzheim

 

abgeben

 

Achtung: Ladegeräte und herkömmliche Telefon bitte nicht bei uns abgeben, sondern selbst als Elektroschrott recyceln!

Windenergie

Windenergie kann einen großen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten. Dazu ist allerdings eine naturverträgliche Planung notwendig. Denn es besteht die Gefahr, dass Windräder Tierarten gefährden: durch Kollisionen, Störung, Verdrängung oder Verlust des Lebensraums, Meidung und Barrierewirkung. Vor allem Fledermäuse und Vögel sind davon betroffen.

Windkraftanlagen bedrohen vor allem Arten, die in der Umgebung vorkommen. Aber auch Größe, Lage und Gestaltung des Windrads bzw. des Windparks spielen eine Rolle. Der LBV sieht die Windenergie als flächen- und energieeffizienteste Form regenerativer Energiegewinnung zum Schutz des Klimas an und begrüßt grundsätzlich den weiteren Ausbau. Das Ziel der Bayerischen Staatsregierung, bis zum Jahr 2021 etwa 1.000 bis 1.500 weitere Windkraftanlagen (WKA) errichten zu lassen, wirft speziell im Zusammenhang mit Vorkommen besonders betroffener Großvogelarten wie Rotmilan Seeadler oder Wiesenweihe einige Probleme auf. Lesen Sie hier über die Grundlagen für die Bewertung des Kollisionsrisikos sowie über die aktuell geführte Diskussion um das Thema Windkraft und Vogelschutz. Der Artikel ist aus der Zeitschrift ANLiegen Natur, Ausgabe 36 (1) entnommen.