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Erste Regenbrachvögel im Donau-Ries – Beobachtungen erbeten

 

LBV-Mitglieder Donau-Ries aufgepasst:

 

Im Landkreis Donau-Ries wurden in den letzten Tagen die ersten Regenbrachvögel des Jahres gesichtet.

 

Die Beobachtungen deuten auf einen frühen Durchzug hin und sind ornithologisch sehr interessant.

Um ein möglichst gutes Bild über Zeitpunkt, Anzahl, Rastplätze und Zugrichtung der Regenbrachvögel in unserer Region zu bekommen, bitten wir um eure Mithilfe:

 

Gerade Beobachtungen von rastenden Trupps auf Äckern oder Wiesen sind besonders wertvoll, da diese Flächen für die Art während des Frühjahrszuges wichtige Rast- und Nahrungsplätze darstellen. Auch einzelne überfliegende Vögel oder nächtliche Rufe können hilfreiche Hinweise liefern. (Foto Roessner Rosl)

 

Wichtiger Hinweis:

Bitte die Tiere während ihrer Rast unbedingt nicht stören, ausreichend Abstand halten und nicht gezielt annähern oder aufscheuchen. Die Vögel müssen auf ihrem langen Zug dringend Energie sparen — jede Störung kostet Kraft und kann den weiteren Zug gefährden.

 

Die gesammelten Meldungen helfen dabei, den Frühjahrszug besser zu dokumentieren wichtige Rastgebiete im Binnenland zu erkennen und langfristig den Schutz dieser Art zu unterstützen.

 

Wer hat weitere Sichtungen gemacht?

 

Bitte meldet eure Beobachtungen mit möglichst genauen Angaben:

Datum und Uhrzeit

Ort (Gemeinde, Flur, ggf. Koordinaten)

Anzahl der Vögel

Verhalten (rastend, ziehend, rufend)

 

 

falls vorhanden: Foto oder kurze Beschreibung an: anna.schramm@lbv.de

 

Vielen Dank für eure Mithilfe — jede Beobachtung ist hilfreich!


Regenbrachvögel rasten während des Frühjahrszuges kurzzeitig auch auf Feldern im Donau-Ries. Die Vögel kommen aus ihren Winterquartieren in Westafrika und ziehen weiter nach Nordeuropa.


Der Regenbrachvogel (Numenius phaeopus) ist ein mittelgroßer Watvogel mit langem, leicht nach unten gebogenem Schnabel und einer auffälligen Kopfstreifung. In Deutschland ist er kein regelmäßiger Brutvogel, sondern tritt vor allem während der Zugzeiten im Frühjahr und Herbst als Durchzügler auf.

Die Vögel überwintern überwiegend an den atlantischen Küsten überwiegend an den Küsten Westeuropas und Westafrikas. Auf dem Weg in ihre Brutgebiete in Skandinavien und Island legen sie mehrere tausend Kilometer zurück. Dabei nutzen sie auch das Donau-Ries als Rastgebiet, insbesondere offene, abgeerntete Ackerflächen sowie Feuchtwiesen. Dort suchen sie im Boden nach Nahrung wie Insektenlarven, Käfern, Spinnen und anderen Kleintieren.

Typisch ist ihr klarer, weithin hörbarer pfeifender Ruf, der häufig schon aus großer Entfernung wahrgenommen werden kann. Die Rastplätze haben für die Tiere eine große Bedeutung, da sie hier dringend benötigte Energiereserven für den Weiterflug aufbauen.

Der Regenbrachvogel gilt europaweit als schutzbedürftig. Störungen während der Rast – etwa durch Annäherung, Fotografieren aus geringer Distanz oder freilaufende Hunde – können dazu führen, dass die Vögel auffliegen, wertvolle Energie verlieren und geeignete Rastflächen dauerhaft meiden.

 

Daher bitten wir darum, ausreichend Abstand zu halten, Wege nicht zu verlassen und Beobachtungen möglichst aus größerer Entfernung mit Fernglas oder Spektiv durchzuführen. So lassen sich die Vögel gut beobachten, ohne ihren anstrengenden Zug zu gefährden.