Wiedehopf kann jetzt in jedem Garten auftauchen
Auf ihrer Rückkehr aus den Überwinterungsgebieten in Zentralafrika nach Mitteleuropa sind derzeit auch in Bayern immer wieder durchziehende Wiedehopfe zu beobachten.
Auf dem Frühjahrszug ist vieles möglich: So wurde im Garten von Münster am Lech ein Wiedehopf entdeckt, der eine kurze Pause im Garten einlegte.
Der Vogel kann also momentan völlig überraschend auftauchen.
Ankunft (Heimzug): Ab Anfang April kehren die Vögel aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurück.
Brutzeit: Die Hauptbrutzeit erstreckt sich von Anfang Mai bis Juli. In dieser Zeit sind sie ortstreu, verhalten sich aber sehr heimlich und störungsempfindlich.
Abzug: Der Wegzug beginnt meist ab Mitte Juli und zieht sich bis in den August oder September hinein.
Tageszeit: Am besten lassen sich die Vögel in den frühen Morgenstunden beobachten, wenn sie am aktivsten sind.
Der Wiedehopf zählt zu den auffälligsten Vogelarten Europas.
Bereits seit Ende März sind die ersten durchziehenden Vögel in Bayern zu beobachten. Dem LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) wurden bereits erste Frühlingssichtungen für das Jahr 2026 gemeldet, unter anderem aus dem Landkreis Augsburg.
Wir hoffen, dass sich erneut einzelne Wiedehopfe entschließen, in Bayern bzw. im Donau Ries zu bleiben und hier zu brüten.
Um die Voraussetzungen für eine Wiederansiedlung zu verbessern, wurde vor Jahren auch im Donau Ries ein Schutzprojekt gestartet. Dabei wurden unter anderem in geeigneten Lebensräumen spezielle Nistkästen aufgehängt, da der scheue Vogel gern in großen, inzwischen seltenen Baumhöhlen brütet.
Der Speiseplan des Wiedehopfs umfasst Grillen, Käfer, Engerlinge, größere Schmetterlingsraupen, Spinnen, Asseln sowie Hundert- und Tausendfüßer. Auch Regenwürmer und Schnecken gehören dazu. Gelegentlich frisst er sogar kleine Wirbeltiere wie Eidechsen. Da er seine Nahrung am Boden sucht, ist er auf spärlich bewachsene, strukturreiche Flächen angewiesen.
Einst war der Wiedehopf in Bayern weit verbreitet – heute gibt es nur noch wenige Paare.
Hauptgründe für den Rückgang sind der Verlust von Lebensräumen und kleinräumigen Strukturen, der Mangel an geeigneten Nistplätzen sowie der intensive Pestizideinsatz. Erfahrungen aus anderen Regionen zeigen jedoch, dass der Wiedehopf gut auf gezielte Schutzmaßnahmen reagiert. Deshalb wollen wir auch in Bayern alles daransetzen, diesen beeindruckenden Vogel wieder als regelmäßigen Brutvogel willkommen zu heißen.
Wer in den kommenden Wochen einen der markanten Vögel sieht, soll Bitte seine Beobachtung dem LBV per E-Mail melden unter [email protected] oder
Wiedehopf online melden
Oder auch bei Wiederansiedelung helfen?
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