Der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) ist ein typischer Frühlingsschmetterling und gehört zur Familie der Weißlinge. Er ist in Deutschland weit verbreitet und lässt sich besonders gut auf Wiesen, an Waldrändern und entlang von Wegen beobachten.
So erkennst du den Aurorafalter:
Der Aurorafalter ist leicht zu bestimmen, wenn man auf einige typische Merkmale achtet:
Grundfarbe der Flügel: weiß
Vorderflügelspitzen: grau bis grauschwarz
Kleiner schwarzer Punkt auf den Vorderflügeln (bei beiden Geschlechtern)
Unterschied Männchen und Weibchen:
Männchen: auffällige orange Flügelspitzen
Weibchen: keine orange Färbung, daher leicht mit anderen Weißlingen zu verwechseln
Ein besonders wichtiges Erkennungsmerkmal ist die Unterseite der Flügel:
👉 grünlich marmoriert – perfekte Tarnung auf Pflanzen
Lebensraum – wo lebt der Aurorafalter?
Der Aurorafalter ist nicht wählerisch, braucht aber strukturreiche Natur:
trockene und magere Wiesen, feuchte Wiesen, lichte, feuchte Wälder, Waldränder und Wegränder
Er kommt in vielen Regionen häufig vor, besonders dort, wo seine Futterpflanzen wachsen.
Nahrung & Entwicklung
Die erwachsenen Falter trinken Nektar von verschiedenen Blüten, besonders von Kreuzblütlern.
WICHTIGE RAUPENFUTTERPFLANZEN:
- Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis)
- Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)
Die Weibchen legen ihre Eier einzeln an diese Pflanzen. Die Raupen fressen später Blüten und Samen.
👉 Interessant: Raupen des Aurorafalters sind teilweise kannibalisch
und fressen manchmal andere Eier oder Raupen derselben Art.
Flugzeit & Besonderheiten
Flugzeit: April bis Juni
Eine Generation pro Jahr
Überwinterung als Puppe
Der Aurorafalter ist ein wichtiger Indikator für naturnahe und artenreiche Wiesen.
Warum ist der Aurorafalter wichtig?
Der Aurorafalter zeigt, wie wichtig blütenreiche Wiesen und naturnahe Lebensräume sind. Fehlen diese, verschwinden auch seine Raupenfutterpflanzen – und damit der Falter selbst.
👉 Schutz von Wiesen = Schutz von Schmetterlingen
